Was für ein Tag! Unter dem Motto „Sichere Häfen für alle“ haben wir uns heute für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung stark gemacht! 
 
Um 12 Uhr ging auf dem Wilhelmplatz mit drei starken Kundgebungen los – u. a. von unserer Schirmperson Miss Ivanka T. und vom CSD Kiel e. V. selbst. Anschließend zogen über 7000 Menschen laut, bunt und friedlich durch die Kieler Innenstadt – ein kraftvolles Zeichen für queeres Leben in Schleswig-Holstein! Und mittendrin @beautyandthebeats____
Ziel war unser Straßenfest auf dem Rathausplatz mit über 30 Ständen von Vereinen, Institutionen, Gastronomie & mehr.
 
Auf unserer Bühne:
🎤 Moderation: @gabytupperberlin und Jens Messmann sowie Reden von @miss.ivanka.t, CSD Kiel e. V., @haki.lgbtiq uvm.
🎶 Live-Musik: @leopold.music@mksm.music & @shrx_official
✨ und natürlich unsere Open Stage

Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben:
Unser Team vom CSD Kiel e. V. und helfende Hände • Ordnende Personen • @haki.lgbtiq • LSVD SH • @akustik_art_official • Geschäftsstelle Echte Vielfalt • @fridaysforfuture.kiel • alle Institutionen & Vereine • Gaby Tupper • Jens Messmann & alle Künstler:innen auf der Bühne • @forstbaumschule.kiel • The Niu • @diesteuerfuechse • @nautilusapotheke • @birdcage.kiel • Die Pumpe • IKEA Kiel • Liesegang • Thomsen Werbemittel • Blume am Gleis 2 • Förde Sparkasse … und so viele mehr!
 
Jetzt heißt es: abbauen, durchatmen, tanzen!
Wir sehen uns ab 22 Uhr in der @diepumpe zur offiziellen After-Show-Party!
 
Weitere Infos folgen die Tage hier und unseren Social Media-Kanälen!

Impressionen / Bilder-Galerie

Fotos @camera-kink

Die Abschlussrede 2026 des CSD Kiel e. V. 

Ihr seid zurück. Und ihr wart laut. Kiel hat euch gehört.

Jetzt lasst uns darüber sprechen, warum wir überhaupt laut sein mussten. 193 Länder auf der Welt – und in 65 davon ist Homosexualität strafbar – in 12 davon sogar mit der Todesstrafe.

Unser Motto lautet in diesem Jahr: Sichere Häfen für alle. Ein Hafen ist ein Ort, an dem Schiffe Schutz suchen, wenn draußen der Sturm tobt. Aber was macht ein Mensch, wenn der Sturm nicht auf dem Meer ist? Sondern im eigenen Klassenzimmer? Am Arbeitsplatz? In der Familie? Im Fußballverein? Im Internet? Wo finden queere Menschen Schutz, die aus ihrem Land flüchten müssen? Und wo finden wir Schutz, wenn aus Worten Hass wird? Wenn aus Vorurteilen Gesetze werden? Wenn aus Kommentaren Gewalt entsteht? Wo ist der sichere Hafen?

Die Wahrheit ist: Für viele queere Menschen gibt es ihn bis heute nicht. Denn während wir heute hier stehen, verändert sich diese Welt. Und nicht zum Guten. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erneut mehr queerfeindliche Straftaten registriert als jemals zuvor.

Die offiziellen Zahlen steigen seit Jahren. Und jede Expertin und jeder Experte sagt dasselbe: Das Hellfeld wächst weiter. Und das Dunkelfeld ist noch deutlich größer. Denn nur etwa jede zehnte betroffene Person meldet Gewalt oder Diskriminierung überhaupt.

Fragt euch einmal: Wie hoch wären diese Zahlen, wenn alle Menschen sprechen würden? Wie viele Geschichten kennen wir gar nicht? Wie viele Tränen sieht niemand? Wie viele Jugendliche sitzen in ihrem Zimmer und googeln heimlich: „Ist mit mir etwas falsch?“ Die Antwort lautet: Nein. Mit euch ist nichts falsch. Mit einer Welt, die euch diese Frage stellen lässt, schon.

Und trotzdem erlebt fast jede zweite queere Person in Deutschland Diskriminierung. Fast jede zweite. Schaut euch einmal um. Schaut die Menschen rechts und links von euch an. Jede zweite Person.

Vielleicht hat sie Angst, die Hand ihres Lieblingsmenschens zu halten. Vielleicht hat sie sich schon einmal verstellt. Vielleicht wurde sie beleidigt. Vielleicht geschlagen. Vielleicht ausgestoßen. Vielleicht fragt sie sich, ob sie jemals einfach nur leben darf. Ohne Erklärung. Ohne Rechtfertigung. Ohne Angst.

Und genau deshalb sind wir heute hier. Nicht weil wir Aufmerksamkeit wollen. Sondern weil wir Sicherheit wollen. Denn Sichtbarkeit ist kein Angriff. Sichtbarkeit ist eine Überlebensstrategie.

Es wird immer wieder behauptet: „Warum macht ihr eure Sexualität zu eurem ganzen Charakter?“ Nein – das tun wir nicht! Wir machen sichtbar, was jahrzehntelang unsichtbar gemacht wurde. Es wird gesagt: „Früher war das doch auch kein Thema.“ Doch. Es war ein Thema. Nur durfte niemand darüber sprechen. Früher mussten Menschen sich verstecken. Heute wird gefragt, warum man uns überall sieht.

Merkt ihr den Widerspruch? Erst sollten wir verschwinden. Jetzt sollen wir wieder verschwinden. Nur höflicher. Nur leiser. Nur nicht so bunt. Nur nicht so sichtbar. Nur nicht vor Kindern. Nur nicht in Schulen. Nur nicht auf der Straße. Aber wir haben Jahrzehnte dafür gekämpft, überhaupt hier stehen zu dürfen. Nicht für Menschen, die unsere Existenz zur Debatte machen. Denn wir sind keine Debatte. Wir sind Menschen.

Wir werden unsere Rechte niemals wieder hergeben. Nicht freiwillig. Nicht leise. Nicht heute. Nicht morgen. Nie.

Und doch hören wir alle diesen Satz: „So schlimm ist es doch gar nicht mehr.“ Expert:innen gehen davon aus, dass der überwiegende Teil queerfeindlicher Gewalt niemals bei der Polizei landet. Denn viele Betroffene sagen: „Es bringt doch sowieso nichts.“ Oder: „Dann muss ich mich wieder erklären.“ Oder: „Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm.“ Stellt euch das einmal vor. Wenn Menschen glauben, dass selbst eine Anzeige nichts verändert. Das ist keine Sicherheit. Das ist das Gegenteil davon.

Sichere Häfen für alle. Aber wie sicher ist ein Hafen, wenn Menschen sich nicht einmal trauen, Hilfe zu suchen? Die Europäische Grundrechteagentur hat Tausende queere Menschen befragt. Fast jede zweite Person vermeidet es, den Lieblingsmenschen zu küssen oder ihre Hand zu halten. Nicht aus Scham. Sondern aus Angst. Viele Menschen hier denken darüber jeden einzelnen Tag nach. Und für trans* Menschen ist die Realität noch härter. Rund jede fünfte trans* oder intergeschlechtliche Person berichtet von körperlicher oder sexueller Gewalt innerhalb weniger Jahre. Jede fünfte. Und trotzdem wird ausgerechnet über trans* Menschen gesprochen, als wären sie die Gefahr. Nein. Warum schaffen wir es nicht, ihnen endlich Sicherheit zu geben? Warum diskutieren wir noch immer ihre Existenz?

Wir führen Debatten über Toiletten. Während Menschen Morddrohungen erhalten. Wir diskutieren Pronomen. Während Jugendliche sich das Leben nehmen. Wir sprechen über Sprache. Während andere nicht mehr sprechen können. Weil sie aufgegeben haben.

Queere Menschen haben ein bis zu 6-fach erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken und Suizidgedanken zu entwickeln. Jede dritte queere Person hat bereits ernsthaft darüber nachgedacht, nicht mehr leben zu wollen. Bei queeren Jugendlichen liegt dieser Anteil in Studien sogar noch höher. Nicht weil sie queer sind. Sondern weil sie erleben, wie mit ihnen umgegangen wird. Das ist ein Unterschied. Ein gewaltiger Unterschied.

Menschen verzweifeln an Ablehnung. An Einsamkeit. An Ausgrenzung. An dem Gefühl, falsch zu sein. Dabei wurden sie nie falsch geboren. Sie wurden falsch behandelt.

Und jetzt möchte ich über etwas sprechen, das viele nicht hören wollen. Über den Rechtsruck. Denn wir erleben gerade, wie Hass wieder gesellschaftsfähig wird. Menschen fühlen sich plötzlich wieder wohl dabei, andere abzuwerten. Queerfeindlichkeit. Rassismus. Antisemitismus. Misogynie. Sie treten wieder offen auf. Nicht nur im Internet. Nicht nur anonym. Sondern auf Marktplätzen. In Parlamenten. In Talkshows. Und manchmal sogar am Familientisch. Früher schämte man sich für Hass. Heute bekommt Hass Applaus. Wenn Hass lauter wird … dann darf Liebe nicht leiser werden.

Denn Geschichte hat uns eines gelehrt: Menschenrechte verschwinden nicht über Nacht. Sie verschwinden Schritt für Schritt. Mit jedem Witz. Mit jeder Beleidigung. Mit jedem „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“ Mit jeder schweigenden Mehrheit.

Und irgendwann fragen sich alle: „Wie konnte das passieren?“ Es passiert genau so.

Jetzt möchte ich euch etwas fragen. Warum seid ihr heute hier? Nicht warum ihr nach Kiel gekommen seid. Nicht warum ihr euch dieses Datum freigehalten habt. Warum seid ihr wirklich hier?

Vielleicht, weil ihr endlich einen Ort gesucht habt, an dem ihr einfach sein könnt. Vielleicht, weil ihr heute zum ersten Mal die Hand eures Lieblingsmenschen haltet. Vielleicht, weil ihr euch heute zum ersten Mal so angezogen habt, wie ihr euch wohlfühlt. Vielleicht, weil ihr heute zum ersten Mal euren richtigen Namen hört. Vielleicht seid ihr aber auch hier, weil ihr jemanden verloren habt. An den Hass. An das Schweigen. Oder an die Einsamkeit.

Manche Menschen sagen: „Pride braucht es doch heute gar nicht mehr.“ Dann frage ich zurück: Braucht es Pride wirklich nicht mehr? Brauchen wir Pride nicht mehr, solange Eltern ihr Kind nach einem Coming-out aus dem Haus werfen? Brauchen wir Pride nicht mehr, solange queere Jugendliche gemobbt werden? Brauchen wir Pride nicht mehr, solange trans* Menschen Morddrohungen erhalten? Brauchen wir Pride nicht mehr, solange Menschen ihre Beziehung am Arbeitsplatz verschweigen? Brauchen wir Pride nicht mehr, solange jemand vor dem Spiegel steht und denkt: „Wenn ich einfach jemand anderes wäre, wäre mein Leben leichter“?

Wir brauchen unsere CSDs. Mehr denn je. Denn Pride war nie dafür gedacht, bequem zu sein. Pride ist unbequem. Pride war nie dazu da, Menschen nicht zu stören. Pride sollte immer stören. Nicht Menschen. Sondern Ungerechtigkeit. Vorurteile. Hass.

Pride ist Protest. Bevor Unternehmen ihre Logos bunt färbten, wurden Menschen verhaftet. Bevor Rathäuser Regenbogenflaggen hissten, wurden queere Menschen von genau diesem Staat verfolgt. Bevor Politiker:innen auf CSD-Bühnen sprachen, mussten Menschen ihre Jobs aufgeben, weil sie liebten. Und bevor wir heute hier gemeinsam feiern können, haben andere Menschen mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit und manche sogar mit ihrem Leben dafür bezahlt.

Wir stehen nicht am Anfang dieser Geschichte. Wir stehen auf den Schultern derer, die vor uns gekämpft haben. Und deshalb haben wir eine Verantwortung. Nicht nur für uns. Sondern für diejenigen, die nach uns kommen. Für das Kind, das heute zum ersten Mal merkt: „Ich bin anders.“ Für die ältere lesbische Frau, die jahrzehntelang geschwiegen hat. Für die non-binäre Person, die jeden Tag erklären muss, dass ihre Existenz keine Modeerscheinung ist. Und noch für viele mehr.

Denn Pride gehört nicht nur queeren Menschen. Pride gehört allen, die wissen, wie sich Ausgrenzung anfühlt. Menschen mit Migrationsgeschichte. Geflüchtete Personen. Menschen mit Behinderungen. Frauen. Menschen, die wegen ihres Glaubens angefeindet werden. Menschen, die wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden. Denn Diskriminierung fragt nicht, wen sie trifft. Sie fragt nur, wer als Nächstes dran ist.

Sichere Häfen für alle. Nicht für einige. Nicht nur für Menschen, die uns ähnlich sind. Nicht nur für diejenigen, die in das Bild einer Mehrheit passen. Für alle.

Unsere Regenbogenflaggen sind wunderschön. Aber sie schützen niemanden. Menschen schützen Menschen. Haltung schützt Menschen. Solidarität schützt Menschen. Liebe schützt Menschen.

Und genau deshalb richte ich mich jetzt an euch. An jede einzelne Person hier. Wenn ihr heute nach Hause geht … dann nehmt nicht nur Konfetti mit. Nehmt Verantwortung mit.

Seid die Person, die widerspricht. Wenn jemand einen queerfeindlichen Witz macht. Wenn jemand trans* Menschen entmenschlicht. Wenn jemand Rassismus relativiert. Wenn jemand Frauen kleinmacht. Wenn jemand Hass normalisiert.

Schweigen schützt niemals die Betroffenen. Schweigen schützt immer die Täter.

Wenn ihr glaubt, dass eure Stimme zu klein ist … Dann schaut euch um. Schaut euch diesen Platz an. Diese Fahnen. Diese Gesichter. Einzige Stimmen verändern selten die Welt. Aber Tausende schon.

Wir sind eine Community. Menschen, die sich gegenseitig auffangen. Die füreinander da sind. Die sich nicht kennen müssen, um füreinander einzustehen.

Und falls heute jemand hier steht … Vielleicht ganz hinten. Vielleicht zum ersten Mal. Vielleicht mit Tränen in den Augen. Vielleicht voller Angst. Vielleicht voller Zweifel. Dann möchte ich dieser Person etwas sagen.

Du bist nicht falsch. Du warst es nie. Du musst dich nicht verändern. Nicht entschuldigen. Nicht kleiner machen. Nicht verstecken.

Du gehörst hierher. Du gehörst zu uns. Und wir werden dich niemals allein lassen.

Denn genau das ist ein sicherer Hafen. Einer trägt den anderen. Immer.

Straßenfest CSD Kiel 2025 

🗓️ Samstag, 12. Juli
📍 Ab 14:00 Uhr | Platz der Kinderrechte (Hörn)

Nach der Demo wird gefeiert – mit Musik, Reden, Performances und ganz viel Liebe! Gemeinsam machen wir sichtbar, was queeres Leben bedeutet: Stolz, Vielfalt und Zusammenhalt. Laut. Bunt. Und politisch. 

Das erwartet dich auf unserer Bühne:

14:00 Uhr: Eröffnung mit Gaby Tupper – Housewife, Showgirl & Kieler Original. Seit über 30 Jahren aktiv – als Host, Schauspielerin, Community-Queen. 

14:10 Uhr: Luisa Galli & CSD Kiel e. V. – unsere Vision, unser Herz, unser Aktivismus

14:40 Uhr: Maurice – Rap mit Haltung. Wortgewandt, provokant und empowernd. Maurice bricht Geschlechternormen und bringt queer vibes auf die Bühne: „SWAG – secretly we are gay“.

15:15 Uhr: Echte Vielfalt SH & HAKI e. V. – für mehr queere Sichtbarkeit in Schleswig-Holstein.

15:50 Uhr: „Dein CSD – Deine Bühne“ – offen für eure Beiträge, Talente & Stimmen.

17:30 Uhr: Marcella Rockefeller – Deutschlands Rockstar der Drag-Szene. Bekannt aus „Ku’damm 56“ & „Romeo & Julia“, gefeiert mit dem Album „Anders als geplant“. Ihre Stimme: rau, emotional, unverkennbar. Ihre Message: kompromisslose Selbstbestimmung.

18:25 Uhr: Schwester Katharina Lætitiam Donans OSPI mit einer Gedenkminute

18:30 Uhr: DJane Denise L‘ – Seit mehr als 20 Jahren legt Sie in ganz Deutschland auf. Musik: Dance Classics | Funk & Soul | Disco House | GayPop | Latin | Ballroo

Hinweis: Änderungen im Programm sind möglich. Die Startzeiten können abweichen – bitte hab Verständnis und bleib flexibel.

Alle Reden ab 14 Uhr werden von Gebärdendolmetscher:innen begleitet!

____

 

Hinweis zur Vernetzungsstelle der Polizei 

Uns ist bewusst, dass queere und BIPoC Menschen immer wieder von Polizeigewalt betroffen sind oder negative Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben.

Genau deshalb möchten wir transparent darüber informieren, wo sich die Vernetzungsstelle der Polizei auf dem CSD befindet. So können Menschen, die sich an diesem Ort unwohl fühlen – sei es aus eigener Betroffenheit oder aus politischen Gründen – diesen bewusst umgehen.

Wir wollen, dass sich alle sicher und wohl fühlen und hoffen, so mögliche unangenehme oder unruhige Situationen zu vermeiden. 

Beauty & the Beats auf der Demo

Manchmal entstehen die schönsten Dinge ganz unkompliziert. 

Am 2. Juni stellte Beauty & the Beats auf Instagram die Frage: „Zu wem soll ich diesen Sommer kommen?“ Wir mussten nicht lange überlegen und haben ihm geschrieben: Komm zum CSD Kiel!

Nur zwei Tage später kam die Antwort:
„Es gibt nichts, was ich lieber machen würde! 😍“

Daher dürfen wir voller Freude verkünden: Beauty & the Beats begleitet unsere CSD-Demonstration am 11. Juli 2026 ab 12:00 Uhr live als DJ! 

Das Besondere daran: Er schenkt uns diesen Auftritt und legt komplett ohne Gage auf. Dafür sind wir unglaublich dankbar! 

Beauty & the Beats steht wie kaum ein anderer DJ aus Deutschland für eine einzigartige Mischung aus Good Vibes, Emotionen und 120 % Abriss. Mit Auftritten auf Festivals wie Deichbrand, Hurricane oder Juicy Beats, ausverkauften Shows und seiner mitreißenden Bühnenpräsenz begeistert er Menschen in ganz Deutschland.

Freut euch auf den Soundtrack unserer Demonstration – laut, bunt, voller Energie und genau passend für einen unvergesslichen CSD! 

Route (Änderungen möglich)

Start: Wilhelmplatz

-> links auf Eckernförder Straße abbiegen
-> links in die Stefan-Heinzel-Straße abbiegen
-> an der Kreuzung links auf den Kronshagener Weg abbiegen
-> dem Straßenverlauf folgen bis Ziegelteich
-> dem Ziegelteich folgen bis zur Kreuzung Sophienblatt / Andreas-Gayk-Straße / Stresemannplatz
-> rechts auf das Sophienblatt abbiegen
-> dem Sophienblatt folgen bis auf Höhe Hauptbahnhof / L’Osteria, dort Straßenseite wechseln und auf der gegenüberliegenden Seite zurückgehen
-> dem Sophienblatt zurück bis zur Kreuzung Andreas-Gayk-Straße / Ziegelteich folgen
-> geradeaus auf die Andreas-Gayk-Straße gehen
-> dem Straßenverlauf folgen und rechts in die Hafenstraße abbiegen
-> der Hafenstraße folgen bis zum Wall
-> dem Wall folgen bis zur Kreuzung Schlossgarten / Düsternbrooker Weg
-> links in den Schlossgarten abbiegen
-> dem Schlossgarten folgen bis zur Brunswiker Straße
-> der Brunswiker Straße folgen bis Höhe Dreiecksplatz
-> links in die Bergstraße abbiegen
-> der Bergstraße folgen bis zum Martensdamm
-> dem Martensdamm folgen bis zur Rathausstraße
-> der Rathausstraße folgen bis zum Rathausplatz
-> links auf den Rathausplatz einbiegen

Ziel: Rathausplatz

Ein Aufruf für sichere Häfen, Vielfalt und Zusammenhalt

Am 11. Juli 2026 wird unsere Landeshauptstadt Kiel wieder mit einer bunten Demonstration für Aufmerksamkeit sorgen und ein starkes Zeichen für Menschenrechte setzen. Beim Christopher Street Day (CSD) steht in diesem Jahr das Motto „Sichere Häfen für alle“ im Mittelpunkt. Es ist ein Aufruf für eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen sicher, frei und selbstbestimmt leben können.

In einer Zeit, in der queere Menschen, aber auch viele andere Minderheiten, zunehmend Anfeindungen, Hass und Diskriminierung erleben, ist es wichtiger denn je, gemeinsam auf die Straße zu gehen. Wir demonstrieren für Respekt, Akzeptanz und Solidarität – und gegen jede Form von Ausgrenzung. Niemand sollte Angst haben müssen, sich zu zeigen, die eigene Identität zu leben oder einfach so zu sein, wie er ist.

Mit unserem Motto „Sichere Häfen für alle“ machen wir deutlich: Jeder Mensch braucht Orte, an denen er willkommen ist. Orte, an denen Vielfalt selbstverständlich ist und niemand aufgrund der eigenen Identität ausgegrenzt oder bedroht wird. Ein sicherer Hafen bedeutet Schutz, Gemeinschaft und die Gewissheit, angenommen zu werden – unabhängig davon, wen man liebt oder wie man lebt.

Als CSD Kiel setzen wir ein klares Zeichen gegen Hass und Hetze. Wir stehen für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft, in der Menschenrechte unteilbar sind. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten und rechtsextreme sowie populistische Kräfte versuchen, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen und Minderheiten ihre Rechte abzusprechen, dürfen wir nicht schweigen. Vielfalt ist keine Bedrohung – sie ist eine Stärke unserer Gesellschaft.

Der CSD Kiel ist weit mehr als ein Fest. Er ist eine Demonstration für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Freiheit. Er erinnert daran, dass viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, hart erkämpft wurden – und dass sie auch heute nicht selbstverständlich sind. Deshalb stehen wir gemeinsam auf der Straße: laut, sichtbar und solidarisch.

Unsere Demonstration richtet sich nicht nur an die queere Community. Sie ist eine Einladung an alle Menschen, die sich für Respekt, Demokratie und Menschenrechte einsetzen möchten. Denn sichere Häfen entstehen nur dort, wo Menschen füreinander einstehen, Zivilcourage zeigen und Ausgrenzung nicht unwidersprochen lassen.

Kommt alle nach Kiel und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen! Lasst uns zeigen, dass unsere Stadt ein sicherer Hafen für Vielfalt, Zusammenhalt und Menschlichkeit ist. Gemeinsam machen wir deutlich: Niemand wird zurückgelassen. Niemand muss sich verstecken. Jeder Mensch verdient Sicherheit, Respekt und die Freiheit, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Sichere Häfen für alle – für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft.

Unsere Schirmperson 2026 ist Miss Ivanka T.

Unsere diesjährige Schirmperson des CSD Kiel am 11. Juli 2026 ist Ikone, Legende & Sensation: Miss Ivanka T.

„Mit dem Pass aus Österreich und dem Herz in Berlin ist sie die perfekte Symbiose aus frecher Landmaus und Berliner City-Göre. Ob Drag, Hosting, TV oder Make-up – Miss Ivanka T. ist überall dort zu Hause, wo Dialekt, Vielfalt und Lebensfreude ihren Platz haben. Sie schafft Räume, in denen Menschen für einen Moment die Welt da draußen vergessen und einfach sie selbst sein können.“

Für 2026 hat Ministerpräsident Daniel Günther die Schirmherrschaft für alle CSDs in Schleswig-Holstein übernommen. Darüber freuen wir uns sehr und sehen dies als starkes Zeichen der Unterstützung für die queere Community im ganzen Land.

Als CSD der Landeshauptstadt Kiel möchten wir darüber hinaus eine eigene Schirmperson haben, die unseren CSD ganz persönlich begleitet, repräsentiert und mit ihrer Sichtbarkeit bereichert. Mit Miss Ivanka T. haben wir dafür eine Persönlichkeit gewonnen, die für Vielfalt, Sichtbarkeit, Lebensfreude und Zusammenhalt steht.